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Schreck lass nach

Schreck lass nach.

Kurz nachdem mein Mann und ich darüber sprachen, wie gefährlich es sei, wenn eines der Katzentiere zwischen den Stufen unserer Treppe hindurchrutschen und abstürzen würde, sah ich im Augenwinkel Baby-Manfred genau das tun.

Er jagte hinter einer Plüschmaus her und begab sich dann auf direktem Weg 2,50 m nach unten. Dabei hat er wirklich großes Glück gehabt, denn er hat außer einem Schreck nichts abbekommen. 

Unser großer Kater nimmt die Anwesenheit von Baby-Manfred recht gelassen hin. Er hat an ihm geschnuppert, ein wenig geleckt und zog es dann vor, sich auf der Terrasse in die Sonne zu legen.

Mib, die entthronte, verhält sich zickig. Sie frisst zwar mit dem Eindringling seelenruhig aus einem Napf, aber sie faucht ihn ebenso hingebungsvoll an. Manfred weiß nicht so recht, was er von ihr zu halten hat und bleibt erstaunlich gelassen.

Ansonsten bereiten wir uns auf einen weiteren Babykatzensommer vor: die Terrassentür bleibt verschlossen, bis besagte Babykatze geimpft, gechipt und vor allem kastriert sein wird (also bis Oktober). Wir bemühen uns dem Neuankömmlich begreiflich zu machen, dass die Gardienen nicht zum Klettern herum hängen, nur am Kratzbaum gekratzt wird und der Esstisch sowie die Küchenschränke tabu sind. Der arme Paketzusteller wird Unmengen an Futter und Katzenstreu zu mir schleppen müssen, denn Babykatzen verputzen unfassbar riesige Mengen Futter und entsorgen sie auch.

Aber nächstes Jahr, da werde ich ganz bestimmt das Wohnzimmer neu tapezieren können! Bis dahin werden wir mit den Zeugnissen der Babykatzenerziehungsversuche leben - netterweise hat Mib einige Stellen mit intakter Tapete übrig gelassen, denen Manfred sich widmen kann.

Tina 16.06.2013, 16.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Manfred


Da ist er: Manfred, der rote Baron. 10 Wochen alt und tiefenentspannt.

Er ist noch keine 2 Stunden bei uns und schläft so seelenruhig auf meinem Bett, als wäre er schon immer hier gewesen.

Nun bleibt zu hoffen, dass die Zusammenführung mit den beiden anderen Katzenviechern gut klappt. 

Tina 15.06.2013, 18.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Mit Stolz geschwellter Brust

Tina 04.06.2013, 20.32 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Keine Angst

Um Gerüchten vorzubeugen: mich gibt es noch.

Allerdings bin ich gerade dabei, kontinuierlich weniger zu werden und blogge in einer in Funk und Fernsehen beworbenen Moppel-online-Gemeinschaft.

Sobald mein Hintern in eine 38er kiwigrüne Jeans passt, melde ich mich hier wieder öfter.

Bis dahin: gehabt euch wohl!

Tina 13.04.2013, 16.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Klicker Ratze

Über die Katerlake habe ich bereits berichtet, der weibliche Sommerzuwachs hat sich nun ebenfalls als Chimäre geoutet: es ist eine Ratze.

Die Ratze erweist sich als ausgesprochen erziehungsresistent, wenig schreckhaft und enorm neugierig. 

Ihrer Neugier geht sie besonders gern auf unserem Esstisch nach und es stört sie nicht weiter, wenn wir mit Dingen nach ihr werfen, um sie zu vertreiben. Ganz im Gegenteil: wenn sie ihr Lieblingsspielzeug haben möchte, ein eingepacktes Wick blau Bonbon, dann hüpft sie auf den Esstisch und hofft, dass jemand versucht, sie mit einem Wick blau Wurfgeschoss zu vertreiben. Ratzen sind schlau.

Ich habe mir das eine Weile angeschaut und dann überlegt, dass man diesen Umstand irgendwie sinnvoll einsetzen können müsste. Also erwarb ich einen Klicker, das ist ein professioneller Knackfrosch.

Weil die Ratze auf gefriergetrocknete Fleischstückchen steht, wie Loddar auf junge Models, hatte ich auch gleich die passende Belohnung.

Eine Woche lang haben wir jeden Tag geübt: Trockenfleischbox öffnen, klickern, Ratze belohnen. Klick-Futter-Klick-Futter. Die Ratze hat sehr schnell begriffen, was es mit dem Klickergeräusch auf sich hat.

Mein Klicker hat ein "Target", das ist eine orange farbene Kugel, die vorn an einem ausziehbaren Stab am Klicker ist. Der nächste Schritt war, der Ratze beizubringen, dass sie mit der Nase an das Target stubbsen soll, dann gibt es einen Klick und ein Bröckchen Fleisch. Die Ratze hat schon in der ersten Trainingseinheit begriffen, was ich von ihr will.

Natürlich springt sie immer noch auf den Tisch und wahrscheinlich, braucht es noch ein paar Trainingseinheiten mehr, um ihr Lesen und Schreiben beizubringen - aber wir sind auf dem Weg!

Tina 17.02.2013, 14.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karamellpubbeling

Einen Karamellpudding (die große Tochter verlangte früher nach "Pubbeling") selbst herzustellen macht exakt genauso viel Arbeit, wie einen Tütenpudding anzurühren. Geschmacklich liegen allerdings Welten zwischen den beiden Puddings.

900 mL Milch erwärmen (zum Beispiel in der Mikrowelle), heißer als lauwarm, aber kochen braucht sie nicht. Wer es genauer mag: man erwärme 900 mL Milch auf eine Temperatur zwischen 40 und 90°C.

In 100 mL zimmerwarme Milch werden 45 g Speisestärke verquirlt, es sollten keine Klümpchen übrig bleiben. Am besten quirlt man meiner Erfahrung nach mit einer handelsüblichen Gabel.

Nun der einzige leicht kritische Punkt: 100 bis 150 g Zucker (je nachdem, wie süß ihr es mögt) in einem Topf schmelzen und bräunen. Ich benutze dazu einen Edelstahltopf, schalte den Herd auf die höchste Stufe und stelle die heiße Milch in Griffnähe. 

Der Zucker kommt in den noch kalten Topf, tut eine Weile so, als könnte er kein Wässerchen trüben, fängt dann urplötzlich an zu schmelzen und zu bräunen. Sobald der Zucker anfängt zu schmelzen, rühre ich mit einem Holzlöffel im Topf herum, damit das Karamell gleichmäßig bräunt. Es dauert ein wenig, bis der Zucker verbrennt - zu wenig gebräunt schmeckt das Karamell aber auch noch nicht. An dieser Stelle zahlt ihr möglicherweise Lehrgeld.

Ist das Karamell hübsch braun, schüttet ihr die heiße Milch in den Topf. Je heißer die Milch ist, desto weniger besteht die Gefahr, dass das flüssige Karamell im Topf fest wird. Wird es doch fest, dann erhitzt ihr das ganze unter Rühren solange, bis es wieder gelöst ist.

Wenn die Karamellmilch komplett flüssig ist und kocht, kommt die Milch-Stärke-Mischung dazu. Noch einmal kurz aufkochen lassen - fertig.

Tina 16.02.2013, 11.38 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Heilsversprechen

Ich bin immer auf der Suche nach neuen Geschäftsideen, mit denen ich das Wohl der Menschheit ankurbeln kann - Weltverbesserer, der ich bin.

Mein genialster Einfall bisher ist Eigenfettseife.

Eigenfettseife wird, wie der Name bereits vermuten lässt, für jede Person individuell hergestellt. 

Man entnimmt an geeigneter Stelle das ein oder andere Pfund Körperfett und stellt daraus ein feines, blumig duftendes Seifchen her.

Diese Seife ist fortan das einzige, mit dem sich die Kundin waschen darf, denn dieses kostbare Waschstück strafft, entschlackt und entgiftet.

Wenn die Seife aufgebraucht ist, wird ein neues Stück hergestellt.

Wie durch Zauberhand wird die Kundin von Seifenstück zu Seifenstück schlanker! Egal ob sie sich hauptsächlich von Sahnetorte und Karamellbonbons ernährt - meine Eigenfettseife sorgt zuverlässig für eine stetig schlankere Figur. 

Eigenfettseife ist individuell auf die feinstoffliche Quantenstruktur jeder einzelnen Kundin energetisiert. Der Abnehmerfolg steigt von Seifenstück zu Seifenstück und das ganz ohne Sport.

Und deshalb nenne ich sie wohl: Seif zero - wasch dich zur Traumfigur.

Tina 15.02.2013, 18.07 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Täter-Opfer-Umkehr

Eine Sache, die mir in der Sexismus Debatte sehr häufig begegnet, ist Täter-Opfer-Umkehr.

"Ja, das was er gesagt hat, war nicht ok - ABER sie hätte sich doch wehren können!"

"Wenn sie sich nicht wehrt, dann hat sie sich selbst zum Opfer gemacht."

"Sie hätte gar nicht dort sein müssen."

"Sie hätte doch einfach gehen können."

Am meisten tut mir weh, von wie vielen Frauen ich solche Aussagen lese und höre. 

Was ist der Zweck dieser Aussagen? 

Ist man selber weniger potentielles Opfer, weil man sich ganz sicher anständig wehren würde? 

Und warum wird der Täter fast instinktiv in Schutz genommen?

"Der hat doch nur...."

Offenbar verbünden sich Menschen lieber mit dem vermeintlich starken Täter, als mit dem lausigen Opfer, das nicht mal clever genug war, sich zu wehren.

Jetzt ist auch klar, warum so wenig Gewalttaten angezeigt werden - welches Opfer erträgt es, wenn "die Leute" nichts besseres zu tun haben, als nach zutreten?

Tina 30.01.2013, 17.52 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

von Männlein und Weiblein

Herr Kubicki ist empört. 

Der Stern entwickle sich zu einem Blatt auf so geringem Niveau, dass man es nicht empfehlen könne, blase eine Kleinigkeit zu einem riesen Skandal auf und in Zukunft wolle er keine Journalistinnen mehr abends an der Hotelbar treffen oder in seinem Auto mitnehmen.

Der arme Herr Kubicki wehrt sich dagegen, dass mögliche lockere oder ungenaue Bemerkungen seinerseits in gedruckter Form erscheinen und ihm schaden könnten.

Diese Journalistinnen aber auch! Als ob ein nett gemeinter Kommentar über ihre Brüste so schlimm ist. Die sollen sich nicht so anstellen! 

Herr Kubicki spricht nicht über männliche Journalisten. Warum nur traut sich Herr Kubicki nicht zu, mit einer Frau professionell zu sprechen? 

Anders herum: dürfen bei Herrn Wowereit in Zukunft nur noch Journalistinnen mit im Auto oder an der Hotelbar sitzen?

Nun ist Sexismus kein alleiniges Problem der Politikerseite.

Ich erinnere mich an Frau Merkel, die - so weit ich mich erinnere - in Bayreuth ein Abendkleid mit ungewohnt offenem Ausschnitt trug. Die internationale Presse zeigte sich begeistert über diesen offenherzigen Auftritt. Über Frau Merkels Äußeres wird insgesamt öfter schrieben, als es bei den männlichen Amtsvorgängern der Fall war.

Sexismus ist im Menschen tief verwurzelt. Ich glaube, dass die Geschlechtertrennung das stärkste Unterscheidungsmerkmal zwischen uns Menschen ist. Stärker noch als die Hautfarbe oder andere offensichtliche Merkmale. Anscheinend ist es uns Menschen ein tiefes Bedürfnis, zu trennen, zu sortieren und zu bewerten. 

Ich finde es gut, wenn dieses Thema in das öffentliche Bewusstsein gezogen wird. Es wird natürlich immer Menschen geben, die das Problem lächerlich machen und Herrenwitze aus der untersten Schublade hervorkramen. Manche Gedankengänge setzen eine gewisse Intelligenz und Reflexionsvermögen voraus - das mag nicht jedem gegeben sein.



Nachtrag:

Die Herren, die befinden, dass Frauen sich nicht so anstellen mögen, wenn man ihre Brüste lautstark lobpreist, sind selbst gern zutiefst peinlich berührt, wenn ein schwuler Mann sie zu ihrem knackigen kleinen Popo beglückwünscht.

Vielleicht sind homosexuelle Männer deshalb so gehasst, weil sie die Gefahr bergen, einen gestandenen "richtigen" Mann das spüren zu lassen, was sie normalerweise Frauen zukommen lassen?

Tina 27.01.2013, 08.40 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

das Alter...

Machen wir uns nichts vor: ich bin alt.

Dass ich im Moment ziemlich langsam durch die Gegend schleiche, kann ich mit meinem Bänderriss entschuldigen. Dass ich über meine zahlreichen körperlichen Gebrechen berichte, bestätigt wiederum die Eingangsthese.

 Ich habe Zipperlein und spreche darüber, denn ich bin alt.

Die Schiene, die meinen Knöchel stützen soll, machte den Erwerb und das Tragen von Kniestrümpfen notwendig. Tatsächlich musste ich feststellen, dass Kniestrümpfe ein feine Sache sind - endlich warme Wadeln, viel besser als mit den Socken, die ich bisher trug. Und ja, ich meine tatsächlich altbackene Kniestrümpfe, keine sexy Overknees zum Minirock. 

 Ich will mehr Kniestrümpfe haben und trage sie auch, denn ich bin alt.

Eine andere neue Errungenschaft meinerseits sind Unterhemden. Vorbei sind die Zeiten, in denen kalte Luft zwischen Hosen- und Pulloverbund meinen Rumpf auskühlte. Ein anständig langes Unterhemd sorgt für wohlige Wärme im Bereich der Lendenwirbelsäule und verhindert lästige Blasenentzündungen.

 Ich brauche mehr Unterhemden, um meine Innereien zu wärmen, denn ich bin alt.

Da ich mich nun hiermit offiziell als alt geoutet habe, fallen bei mir ab sofort sämtliche Hemmungen:

* Ich will Flanellnachthemden und Hüftslips aus Frottee! 

* Ich schaue das Musikantenstadl und klatsche im Takt vor dem Fernseher mit. 

* Ich färbe meine Haare hellblau und schaffe mir einen Pudel an, der meinen Haaren     farblich angeglichen wird.

* Ich nenne meinen Mann "Vati".

* Ich brauche dringend Häkeldeckchen und Porzellanpuppen.

* Ich verbringe meine Wochenenden auf Kaffeefahrten.

Ich bin alt und das ist gut so!

Tina 26.01.2013, 18.46 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Shades of blue

Blau, dunkel violett, so gut wie schwarz - alles Abstufungen, in denen mein Fuß derzeit leuchtet. Dazu kommen diverse Schwellungen und Beulen an Stellen, an denen ich noch nie welche hatte. 

Einen solch kreativ gestalteten Fuß erhält man, wenn man eine Treppe hinuntergeht, über die letzte Stufe rutscht und sich als Knäuel auf dem Boden wiederfindet. Ich hatte schon eine ganze Menge Bänderrisse und bin doch jedes Mal wieder erstaunt, wie sehr es weh tut.

In der Klinik wurde ich in rekordverdächtigen knapp 2 Stunden untersucht, geröntgt und mit einem Vaco-Ancle versehen. Die sehr nette Unfallchirurgin (wann war es soweit, dass Ärzte deutlich jünger sind als ich?) erklärte mir, dass die Knochen heil geblieben seien (YIPIEH!), dass mindestens ein Außenband gerissen sei (ahnte ich bereits) und ich den Fuß bis an die Schmerzgrenze belasten solle. Besagte Schmerzgrenze möge ich in den ersten Tagen mit Hilfe der Segnungen der Pharmaindustrie nach oben verlegen.

Auf dem Rückweg erstand ich einen runtergesetzten Sportschuh in 3 Nummern größer als normal, damit mein geschienter Fuß Platz finden kann. Erst zuhause fiel mir ein, dass der zweite Fuß diesen zusätzlichen Platz nicht benötigt - ich muss wohl irgendwann nochmal losziehen. 

Im Moment bin ich schon froh, mich im Haus halbwegs bewegen zu können und habe keinerlei Ansporn, meinen lädierten Knöchel den Eis- und Schneemassen außerhalb auszusetzen. Zum Glück verfüge ich über ein Kind mit Führerschein, das ich schamlos herumschicke. Einkäufe, Botengänge - Eis und Schnee können mir nichts anhaben.

Und doch bin ich unleidlich. Mir ist langweilig und ich neige dazu, den Frust in Zucker und Fett zu versenken. Also erging der Befehl an meine Umgebung, um Gottes Willen nichts ins Haus zu bringen, was mir hilft, diesem Drang nachzugehen. Ich kaue unökologisches Gemüse, schaue "Dead like me" (*waaahhhh* es gibt nur zwei Staffeln von dieser Serie!), schaue "Dead like me" in englisch mit englischen Untertiteln, lese, trinke Kaffee und schaue mir die vielfältigen Schattierungen an, die der Bilirubinzerfall in meinem Fuß erschafft.

Filmtips? Serientips?

Tina 22.01.2013, 09.35 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Von Vampiren und Currywurst

Weil ich ein zutiefst uneigennütziger Mensch bin (ich kann diesen Umstand nicht zu oft erwähnen), bekam das jüngste Kind zum 14. Geburtstag die Möglichkeit, seinen intellektuellen Horizont zu erweitern.

Wir querten fünf Bundesländer, um deren Landeshauptstädte zu lernen: Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, (noch mal Sachsen-Anhalt), Brandenburg und Berlin.

In Berlin kehrten wir in das Hotel ein, das nach der Hauptstadt von Kolumbien benannt ist. 

Anschließend besuchten wir das KaDeWe, um uns all die Luxusartikel anzuschauen, die wir uns nicht leisten wollen. Offenbar sah man uns dieses Unvermögen an, denn die Kosmetikanpreiserinnen ignorierten uns standhaft. Wir wurden nicht einmal angesprochen, um uns mit erlesenen Cremechens und Püderchens zu verschönern zu lassen. So beließen wir es bei sündhaft teuren Pralinen - Schönheit von innen.

Den Abend verbrachten wir damit, unsere Spanisch Kenntnisse zu verbessern. Ich lernte, dass ein "c" vor einem "a" und einem "o" als "k" gesprochen wird. Vor einem "i" spricht man das "c" wie das englische "th" ciruela - thiruela. Ja, ich verspeiste Pflaumen im Speckmantel aus rein linguistischen Gründen!

Am nächsten Tag freute ich mich, dass 14 Jahre alte Kindelein in Berliner Museen noch keinen Eintritt bezahlen müssen. Wir betraten gleich zur Öffnung um 10 Uhr das Pergamonmuseum, das übrigens das am meisten besuchte Museum ganz Deutschlands ist. Der Tag war kalt und grau und das Museum leer. Noch nie stand ich so einsam um verlassen vor dem Ischtar Tor. Das Ischtar Tor ist überhaupt das großartigste, was Berlin zu bieten hat. Ich habe es nun zum etwa fünften Mal gesehen und jedes Mal wieder bin ich zutiefst beeindruckt. 

Nach dem Pergamon Museum besuchten wir Frau Nofretete im Neuen Museum. Toll - das Gebäude, die Ausstellungsstücke - toll. Beide Museen sind Berlin Pflichtbesuche - wenn ich in Berlin bin, dann gehören Ischtar Tor und Nofretete dazu.

Wir speisten Currywurst mit Pommes dort, wo man Berlins allerbeste Biocurrywurst bekommt. Sagt Frau Miest und ich würde es nicht wagen, ihr zu widersprechen.

Abends tanzten Vampire im Theater des Westens für uns. Das Gebäude macht viel her und der Herr Obervampir hätte mich durchaus gern mal beißen dürfen. Wer es möglich machen kann, sollte sich das Musical gönnen.

Heute fuhren wir die fünf Bundesländer in umgedrehter Reihenfolge wieder zurück. Ich sah die Sonne! Sie war heute bei Erfurt zu Gast, der Rest des Landes hüllte ich in regnerisches Grau.

Nun neigen sich meine vier wundervollen Wochen Urlaub ihrem Ende entgegen und ich weiß nicht, wie ich nächste Woche vor 9 Uhr mein Bett verlassen soll. Womöglich bleibe ich einfach wach und gebe die Schlaferei einfach auf.

Tina 09.01.2013, 19.45 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Cheerio Miss Sophie!

Tina 31.12.2012, 17.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Umfrage

Hand aufs Herz: habt ihr mehr Schuhe als Bücher?

Gern auch mit Schätzungen



Ach ja, ich hier:

Ich besitze so in etwa 20 Paar Schuhe (inklusive Hausschuhe, Sicherheitsschuhe, Sportschuhe und Badeschlappen).

Ich besitze ebenfalls etwa 20 Regale bzw Einlegeböden für meine Bücher - wenn ungefähr 20 Bücher auf ein Regal passen, macht das rund 400 Bücher.  Auf dem Kindle sind weitere 50 Bücher und im ungelesene Bücherstapel noch mal 20.

Auf die Idee zur Umfrage kam ich heute beim "Shopping Queen" Marathon, weil mir auffiel, mit welchem Aufwand die Frauen in der Sendung ihre Schuhe präsentierten und, bis auf eine Dame, waren in den Wohnungen kaum Bücher zu sehen.

Schließen sich viele Bücher und viele Schuhe aus? 

Tina 29.12.2012, 16.25 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Urlaubserinnerung

Gató de almendra

6 Eigelb verrühren

200g Zucker und 100 mL Olivenöl unter Rühren dazugeben

200 g gemahlene Mandeln unterrühren

mit etwas Zimt und/oder Zitronenschale würzen

6 Eiweiß zu Schnee schlagen und unter die Mandelmasse heben

bei 175°C etwa 45 Minuten backen


Tina 26.12.2012, 18.52 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Advant, Advant!

Heute befülle ich Carolas Hausfrauenseitenadvantskalender

Tina 16.12.2012, 09.15 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Vendetta - die Pubertät

Die Pubertät verwandelt nette Kindelein, die gestern noch liebreizende Babys waren, in eine Zombie-Werwolf-Chimäre.


Der Pubertist verbringt die meiste Zeit des Tages im Bett und läuft des nächtens zur Höchstform auf. Sehr zu seinem Leidwesen ist dieser Lebenswandel mit den Ansprüchen der restlichen Welt kaum zu vereinbaren, da lediglich Professor Nachtigallers Nachtschule passende Öffnungszeiten anbietet. Wer nicht das Glück hat, in den Finsterbergen zu leben, muss sich also mit dem Tagesablauf seiner direkten Umgebung arrangieren.


Diese Tatsache führt beim Pubertisten zu chronischen Unlustzuständen, die er mit schlechter Laune und lautstarken Jammertiraden ergänzt, um sicherzustellen, dass sein Umfeld zumindest ansatzweise so leidet, wie er selbst. Das Leid der Welt konzentriert sich in jedem einzelnen Pubertisten.


Als Elternteil mehrerer Pubertisten rufe ich zum Widerstand auf: VENDETTA!


Den effektivsten Ansatzpunkt haben uns die Pubertisten selbst aufgezeigt. Damals, also früher, als sie noch kleine, niedliche Kindelein waren, quälten sie uns Eltern mit Schlafentzug. Ab dem ersten Tag ihres Lebens außerhalb des mütterlichen Körpers haben sie uns nicht mehr anständig schlafen lassen.


Es gibt keine Eltern, die nicht mindestens an einem sehr frühen Samstagmorgen deutlich vor Sonnenaufgang mit einem stinkenden Windelpo im Gesicht wach wurden.


Wer erinnert sich nicht an Nächte, in denen wir Eltern die Augen kaum offen halten konnten, während ein quietsch vergnügtes Kleinkind hellwach unterhalten werden wollte?


An wie vielen Urlaubstagen rief eines der Kindelein im Morgengrauen nach seinen Eltern und war auch mit Süßigkeiten und Fernsehkonsum nicht ruhig zu halten?


VENDETTA!


Da sich mein Tagesablauf im Allgemeinen nach dem Sonnenstand richtet, ich also tagsüber wach bin und nachts schlafe, bin ich auch an Wochenenden gegen acht Uhr wach. Um acht Uhr befinden sich Pubertisten noch in einem komatösen Zustand (Mittelstufenlehrer werden das bestätigen).


Dies ist genau der richtige Zeitpunkt, um sich einen Kaffe zu kochen und ein bisschen Musik zu hören. Pink Floyd beispielsweise, oder Gary Moore – Hauptsache die Lautsprecher der Musikanlage sind voll aufgedreht. E-Gitarrensound, der bis ins Knochenmark zieht und Bässe, die Gänsehaut bereiten.


Es dauert meist nicht lang, bis der erste Pubertist mit verquollenen Augen seinen Sondermüllendlager, das früher einmal ein Kinderzimmer war, verlässt, um sich über den unzumutbaren Krach zu beschweren. Leider verstehe ich alte Frau den Pubertisten nicht, weil Gary so laut singt. „OVER THE HILLS AND FAR AWAY" summe ich mit, während der Pubertist hochrot anläuft und verzweifelt versucht, Gary zu überstimmen. Gary gewinnt.


Weil ich im Grunde ein freundlicher Mensch bin, drehe ich die Musik ein wenig leiser. Der Pubertist beklagt sich weinerlich, dass er bei dem Krach nicht schlafen könne. „Das konnte ich damals auch nicht.", entgegne ich und lasse Gary den Kampf für mich weiterführen. Gary gewinnt abermals.


VENDETTA!


Eltern eines ehemaligen Kleinkindes erinnern sich sicher alle an die hochnotpeinlichen Momente, in denen ihre Kindelein ihren frisch erworbenen Sprachschatz dazu nutzten, um ihre Eltern bloßzustellen: „Guck mal, der dicke runzelige Mann braucht zwei Plätze für seinen PUPSPOHOOOOOO!" krähten sie im Bus, oder „Die Frau in dem hässlichen roten Kleid kauft die gleiche Creme wie du! Was sind Hämorrriiieen, Mama?"


VENDETTA!


Natürlich ist mir bewusst, dass es keine große Leistung ist, einen Pubertisten die Schamesröte ins Gesicht zu treiben. Pubertisten ist nahezu alles peinlich und am peinlichsten sind die eigenen Eltern. Genugtuung bereitet es mir doch.


Es ist nicht notwendig, in Leopardenleggins und Peggy-Bundy-Gedenkfrisur vor des Pubertisten Schule zu warten und nach Schulschluss laut „SCHNUCKIPUTZI, KOMM ZU MAMILI!" zu rufen. Es reicht vollkommen aus, das Babyalbum des Pubertisten zu zücken, wenn er Besuch von einem anderen Pubertisten hat. Zuerst locke ich beide mit verdichteten Kalorien, wie zum Beispiel Sahnetorte, aus ihrer Höhle, setze sie am Küchentisch fest und dann geht es los: während ich Bilder des eigenen Kindes auf dem Töpfchen, neben dem Töpfchen, mit dem Töpfchen auf dem Kopf präsentiere, ergötze ich mich an der Vielfalt von Purpurtönen, die die Ohrmuscheln der beiden Pubertisten annehmen.


VENDETTA!


„Wozu das ganze?", mag sich der geneigte Leser (und mitlesende Pubertisten) fragen.


Solcherlei Maßnahmen sind notwendig, damit wir Eltern unsere Rachegefühle ausleben können, bevor wir Enkelkinder bekommen. Nur so ist sichergestellt, dass wir die liebevollen, verwöhnenden Großeltern sein können, die wir sein sollen.


Um uns zu Großeltern zu machen, sollten die Pubertisten unbedingt das Elternhaus verlassen und eine eigene Familie gründen. Damit sich dieser Zeitpunkt nicht unnötig nach hinten verschiebt, muss man dem Pubertisten das Leben im Elternhaus frühzeitig vergällen. Weil vernünftige Argumente an Pubertisten abperlen, als wären sie mit einer dicken Schicht Ignoranz imprägniert, sind diese Maßnahmen alternativlos.


VENDETTA – für die nächste Generation!

Tina 05.12.2012, 14.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

die Vorspeisenplatte

Wer braucht bei einer solchen Vorspeise noch einen Hauptgang?

die Kaltmamsell über Glaubuli

Tina 14.11.2012, 19.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL

3 Monate

3 Monate wohnt die Babykatze nun bei uns. 

Aus diesem 750 g Wutzelchen


wurde eine 2.500 g Katze mit Kuschelpotential


Tina 09.11.2012, 17.22 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Politik?

Warum ich nicht zur Politikerin tauge?

Weil ich heute im Bundestag gestanden wäre und hätte meinen Kopf an die Wand gehauen. Oder ich hätte CSU Politiker mit Windeln beworfen. Benutzten, versteht sich.

Um ein erfolgreicher Politiker zu sein, muss man das Talent haben, Tatsachen so lange zu verdrehen, zu zerren und zu quetschen, bis sie als etwas völlig anderes dastehen. 

Zum Beispiel kann man auf eine Tüte Gummibärchen "fettfrei" drucken, ein Model damit werben lassen und so implizieren, dass fettfreie Gummibärchen zu einer Modelfigur verhelfen.

Oder man sorgt für einen Rechtsanspruch auf Kleinkinderbetreuung, stellt dann kurz vor knapp überrascht fest, dass das nicht nur Geld kostet, sondern auch eine Menge Eltern gedenken diesen Rechtsanspruch wahrzunehmen. Wie kommt man am elegantesten aus diesem Dilemma raus? "Jo mei!" riefen CSU Politker "Do gebe mer halt denen liaben Müttern an Betreuungsgeld und schoa is des Problem aus dere Welt, Prost sog i!"

Nun könnte man einwenden, dass Eltern, die ihr Kind in eine Kinderkrippe geben wollen, damit beide einer Erwerbstätigkeit nachgehen können, von 100 bis 150 Euro statt eines Gehaltes wenig beeindruckt sein könnten. Es werden also sowieso nur Eltern (= Mütter) diese Herdprämie beantragen, die zwecks Kinderbetreuung sowieso Zuhause geblieben wäre - wo ist also der Gewinn?

Es fehlen in Deutschland mindestens 220.000 Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren, für die es in kürze einen Rechtsanspruch gibt. Die Kommunen, die diese Plätze schaffen müssen, haben das Geld nicht. Also geht der Bund hin und beschließt eine Prämie für diejenigen, die die fehlenden Betreuungsplätze nicht brauchen?

"Entscheidungsfreiheit" nennt die CSU das. "Blödsinnig" nennt Herr Steinbrück das.

"Ich eigne mich nicht zum Politiker." sage ich.


Tina 09.11.2012, 16.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

10 Regeln für den Freund meiner Tochter

Aus den Tiefen des Internets - leider finde ich keinen Autor

1. Wenn Du in meine Einfahrt fährst und hupst, solltest du was anliefern - ausliefern werde ich Dir in diesem Fall nämlich niemanden. 

2. In meiner Gegenwart fasst du meine Tochter nicht an. Du darfst sie ansehen - oberhalb der Schultern. 
Augen oder Hände, die nicht von meiner Tochter lassen, werde ich entfernen. 

3. Ich weiß, bei Jungen deines Alters ist es gerade sehr angesagt die Hosen so zu tragen, als ob sie jeden Moment herunterrutschen würden. Nimm's bitte nicht persönlich, aber du und deine Freunde, ihr seid allesamt Volltrottel. 
Dennoch möchte ich mich aufgeschlossen zeigen und unterbreite folgenden Vorschlag: Du darfst mit blitzender Unterwäsche und übergroßen Hosen vor meine Haustür treten, ohne dass ich mich aufrege. Aber um sicherzustellen, dass du deine Hosen während 
deines Rendezvous nicht zufällig verlierst, werde ich sie an dir festtackern. 

4. Man hat dich sicherlich schon aufgeklärt, dass Sexualkontakt ohne Verhütungsmittel heutzutage ein tödliches Risiko bedeuten kann. Was Sex mit meiner Tochter betrifft bin ich das Verhütungsmittel. Und das tödliche Risiko auch. 

5. Es wird allgemein erwartet, dass wir uns über Sport, Politik und das Tagesgeschehen unterhalten, um uns näher kennen zu lernen. Ich bitte, das zu streichen. Ich wünsche von dir lediglich erfahren, wann ich meine Tochter wieder in meine Obhut nehmen kann - genauer gesagt erwarte ich dieses eine Wort: "früh". (nicht zu verwechseln mit: "Morgen früh"!!!) 

6. Du bist sicher ein fescher Kerl und könntest dich auch mit anderen Mädchen verabreden. Damit bin ich einverstanden, solange es meine Tochter auch ist. Andernfalls wirst du gefälligst solange mit ihr ausgehen, bis sie dich satt hat. Wenn du sie zum Weinen bringst, bring ich dich zum Weinen. 

7. Seufze nicht und zappele nicht rum, weil du eine Stunde oder länger im Flur stehst und auf sie wartest. Wer pünktlich ins Kino will, der sollte sich erst gar nicht verabreden. Meine Tochter macht sich gerade zurecht und das kann länger dauern als der 3-spurige Ausbau des Mainzer Rings. Mach dich lieber nützlich, zum Beispiel könntest du mir das Öl wechseln. 

8. Folgende Plätze eignen sich nicht als Treffpunkte mit meiner Tochter: Orte mit Betten, Sofas oder Möbeln die weicher sind als ein Holzschemel. Unbeleuchtete Orte. Orte, an denen getanzt, Händchen gehalten wird oder an denen fröhliche Stimmung herrscht. Beheizte Orte, die das Tragen von Shorts, Hängern oder etwas anderem als Overalls, Sweater und einem gefütterten, bis obenhin zugeknöpften Parka nahe legen könnten. 
Filme mit stark romantischen oder sexuellen Szenen sind strikt zu meiden, Kettensägefilme sind ok. Eishockeyspiele sind ok. Zuhause mit den Eltern rumhängen ist sehr ok. 

9. Lüge mich nicht an. Ich mag wie ein übergewichtiger Einfaltspinsel wirken, der seine besten Jahre hinter sich hat. Aber wenn es meine Tochter angeht, bin ich der allwissende, rächende Gott. Falls ich frage, wohin ihr geht und mit wem, hast du genau EINE Gelegenheit, mir die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu sagen. Ich besitze ein Gewehr, eine Schaufel und viel Platz im Garten. Treib keine Spielchen mit mir. 

10. Fürchte Dich. Sehr. Immer wenn ich herumsitze und nervös auf die Rückkehr meiner Tochter warte, komme ich ins Grübeln. Dann steigt in mir die Erinnerung an die Zeit bei der Fremdenlegion hoch und die Stimmen befehlen mir wieder, mein Gewehr zu reinigen. Nach Abstellen deines Fahrzeuges bitte die Hände über den Kopf erheben. Dabei deutlich die Parole nennen, die rechtzeitige Rückkehr meiner unversehrten Tochter bestätigen, unverzüglich einsteigen und abfahren. Das Betreten des Anwesens ist nicht erforderlich. Die Gestalt im Kampfanzug am Wohnzimmerfenster bin ich.

Tina 07.11.2012, 18.23 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

*schauder*

Manche Meinungen und Aussagen in Foren sind so gruselig, dass ich inständig hoffe, dieser User möge ein Fake sein und niemand, der für die Erziehung eines Kindes zuständig ist.

Wenn jemand in behinderte Kinder (= dumm), normale Kinder (= geht so, wenn sie keine Ausländer sind) und das eigene Kind (=hochintelligenter Überflieger, ausgebremst durch alle anderen) unterscheidet und verlauten lässt, dass allerhöchstens eine teure Privatschule dem eigenen Spross eine gesicherte Zukunft bescheren kann, weil Privatschulen vor behinderten und Ausländerkindern bewahren - hofft da nicht jeder vernunftbegabte Mensch, dass es sich um einen Forentroll handelt?


Tina 04.11.2012, 17.05 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Schwarze Romantik

Allen, die im Einzugsgebiet von Frankfurt wohnen, empfehle ich die Ausstellung

Schwarze Romantik

die noch bis Januar im Städel zu sehen ist.

Die dort ausgestellten Bilder sind teils skurill, verstörend, wahnsinnig - in fast jedem Fall bemerkenswert.

Da ist das Bild einer Frau, die aus Armut ihr Kind getötet und zerstückelt hat. Verstörend ist nicht das Kinderbein, das im Kochtopf steckt oder das blutige Bündel, das sie im Schoß hält. Mir gehen ihre Augen nicht aus dem Kopf, die den puren Wahnsinn ausstrahlen. Ich stand vor dem Bild, schauderte - diese Frau guckt schlimmer als Hannibal Lecter.
 
Der "Totenschädel mit hervortretenden Augen" (der Link führt zu einer Ausstellungskritik, besagtes Bild sieht man auch) ist komisch bis - ja - niedlich. Irgendwie funktioniert das Kindchenschema, denke ich.

Ich sah Zeichnungen von Goya, die den Schrecken des Krieges zeigen, sehr nah, sehr realistisch, sehr düster.

Hoffentlich schaffe ich es, mir die Ausstellung ein zweites Mal anzuschauen.


Tina 03.11.2012, 08.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Turbogrippe

Bis gestern 16 Uhr war alles in Ordnung.

Dann wurde mir sehr plötzlich fröstelig und eine halbe Stunde später lag ich zähneklappernd unter zwei dicken Bettdecken mit einer Wärmflasche und einem deutlichen Krankheitsgefühl im Bett.

"Influenza - super!" dachte ich.

Dabei hat die Saison noch nicht begonnen und ich plane seit zwei Wochen mich impfen zu lassen.

Die Nacht war nicht schön und am Morgen - am Morgen fühlte ich mich klapprig und wackelig, aber im Grunde gar nicht so schlecht. So plötzlich wie der Infekt kam, ging er auch.

Die Vorstellung, dass ich mich womöglich zwei bis drei Wochen so fühlen muss wie gestern Abend, wird mich nächste Woche ganz sicher in unser Arbeitsmedizinisches Zentrum treiben, um dem durch eine Grippeimpfung vorzubeugen.

Tina 01.11.2012, 22.33 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

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...na, die Kiwigrüne sollte nun schon passen
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