Gewichtige Gedanken
Statistik
2010
<<< Juli >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
   01020304
05060708091011
12131415161718
19202122232425
262728293031 

öm

Auf Mallorca regnet es im Juli-August wenn überhaupt, dann nur einen Tag.

Heute ist es soweit.

Unser Sa Cova Musikabend droht tatsächlich ins Süßwasser zu fallen!

Tina 26.07.2010, 16.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL

von Ingeborch an Eva

Frau Herman hat die Katastrophe von Duisburg blitzgescheit analysiert und beschert dem Kopp Verlag gerade Rekordbesucherzahlen.

Ingeborch Schubiak ist in meinen Augen diejenige, der die Klicks gebühren, denn sie hat Frau Herman eine sehr passende Antwort geschrieben.

Heute Nachmittag las ich schon Carolas Meinung dazu, der ich mich ebenfalls anschließen möchte.


Tina 25.07.2010, 20.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Findet mich

Wer ganz genau wissen will, was Frau KKK und meine Wenigkeit morgen Abend treiben:

Webcam der sa cova Bar

Wir werden immer mal mit Fruchtsaft Granisados in der Hand und Spießchen im Mund winken, versprochen!


Tina 25.07.2010, 09.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bilder


Hier gibt es eine Menge Gegend:



und Sandstrand



Hibiskus an der Terrasse



und gar merkwürdige Bäume



Tina 19.07.2010, 14.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

wir lernen spanisch

"Dos - ach ne, lieber doch tres kilos naranjas de Soller por favor."

Wochenmarkt in Manacor, hier gibt es Glück kiloweise zu kaufen!

Eine Zitrone für 15 Cent, 2 kg Drillinge für 1,74 und so eine Art rote Mirabellen oder kleine Pflaumen für wenige Cent. Mein Mann erwarb eine Salami, von der der Verkäufer ihm wortreich erklärte, dass es keinesfalls eine Salami sei. Was das für Wurst ist, hat sich ihm nicht erschlossen - nur, dass sie sehr lecker ist.

Ich lies die Finger von sehr suspektem Käse, der extrem nach Olive roch. Gerade eben bedaure ich das allerdings.

Photos gibt es leider keine, weil leider haben wir bislang noch keine passenden Batterien für den Apparat gefunden. Wir arbeiten daran - nach der Siesta.

Tina 17.07.2010, 13.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Malle

Mallorca, Mittagszeit - Siesta. Nur Bekloppte liegen um diese Zeit am Strand wobei ich persönlich nicht bekloppt genug bin, diese These zu überprüfen. Wir liegen, sitzen, stehen im Haus und warten ab bis etwa 16 Uhr, denn dann ist unsere Strandzeit.

Den Vormittag haben wir in einer Tropfsteinhöhle mit unterirdischem See verbracht. Eine der Hauptattrationen ist es, mit dem Angetrauten vor dem Eingang auf den Einlass zu warten und fröhliches Touri-Nationenraten zu veranstalten.

Outdoor-Klamotten, Rucksack, Sonnenhut: Deutsche

mittelelgante, legere Kleidung, Sandalen, riesige Sonnenbrille: Franzosen

zu eng, zu kurz, Turnschuhe: Briten

gold, glitzer, zu viel von allem: Russen

Flipflop, Flatterhemdchen, Telefon: Spanier

sitzt in der Grotte neben mir und schwätzt ausdauernd während von einem Boot aus klassische Musik gespielt wird: Finnen (müsste noch validiert werden, aber weil ich keine Lust auf Untersuchungshaft in einem malloquinischen Gefängnis hatte, verzichtete ich darauf)

Was verbindet die Urlauber aller Nationen? Das all-inclusive Armband, das ungefähr so wichtig ist wie die Ohrmarke eines deutschen Zuchtbullen. Am Strand, in der Stadt - überall sehen wir Menschen, die problemlos nach Farbe ihrem Hotel und ihrer gebuchten Kategorie zugeordnet werden können. Ich frage mich, ob die Eltern eines transparent mit grünem Knopf Bändchens ihren Kindern verbieten mit einem Kind zu spielen, das nur ein blaues Bändchen mit gelben Knopf hat. 3 Sterne Halbpension Unterklasse - pfui.

Am Strand sind wir dann alle gleich. Da mein Mallorca-Experte erst Samstag Abend die Insel betritt, besuchen wir zur Zeit den nächstgelegenen Strand. Im Hintergrund Bettenburgen, Promende mit Lädchen, Sand, Wasser.

Im Gegensatz zu deutschen Strandlädchen sind die Preise hier sehr moderat. Ein Sixpack Mineralwasser kostet 2,50 Euro und eine mittelklasse Luftmatratze ist für 8 Euro zu haben. Meine Vorstellung eines gelungenen Strandausfluges besteht darin, mich auf einer Luftmatratze an einer Boje festhaltend vom Meer schaukeln zu lassen. Zwischendurch wende ich mich (gleichmäßiges Bräunen der Körperober- und unterseite, begucke begeistert das türkisfarbene Wasser und freue mich, dass ich lebe.

Die Kinder schnorcheln durch das eher tierfreie Gewässer und freuen sich an jedem Fisch, der vorbeigeschwommen kommt. Ich setze darauf, dass Frau KKK uns zu deutlich artenreicheren Stränden führen wird - hauptsache, da ist eine Boje, an der ich mich festhalten kann.

Gehabt euch wohl!




Tina 16.07.2010, 13.50 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

großes Geheule

Vor einigen Tagen schlug der SPD Politiker Lauterbach vor, die Kosten für eine homöopathische Anamnese aus dem Leistungskatalog gesetzlicher Krankenkassen zu streichen. Und es geschah ein großeses Wunder: CDU Politiker stimmten dem zu.

Frau Kühnast von den Grünen äußerte sich ebenfalls zu diesem Thema: "Die pauschale Kritik an der Homöopathie verkennt, dass selbst die Schulmedizin in vielen Fällen auf die industrielle Nachahmung vieler Heilmittel zurückgreift, die es in der Natur kostenlos gibt." Könnte jemand bitte so gut sein und Frau Kühnast den Unterschied zwischen Phythotherapie (Pflanzenheilkunde) und Homöopathie erklären? Nicht, dass sie sich weiterhin mit öffentlicher Zurschaustellung von Unwissenheit blamieren muss.

Besonders spannend finde ich, wie die Homöopathen aufjaulen. Nun haben sie leider Gottes keine sachlichen Argumente - zum Beispiel Wirksamkeitsstudien, die anerkannten wissenschaftlichen Ansprüchen genügen - und können nur mit Anekdoten, Theorien und Empörung aufwarten.

Dann sind da noch die begeisterten Patienten, von denen die allermeisten nicht zu wissen scheinen, was es mit einem Wirksamkeitsnachweis auf sich hat. Sie selber haben Heilung oder Besserung durch Homöopathie erlebt und schließen deshalb darauf, dass dieses Verfahren ganz allgemein wirken muss. Manche Dinge sind aber eben nicht so einfach, wie sie scheinen - dazu habe ich vor kurzer Zeit einen ellenlangen Beitrag geschrieben.

Meiner Erfahrung nach ist die Erde eine Scheibe, von einer Krümmung habe ich bislang nichts bemerkt. Das ist doch Beweis genug, oder?




Tina 12.07.2010, 21.27 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wetter

Hier: 37°C

Mallorca: 30°C

Yeah! Wir fliegen in den kühlen Süden!

Tina 12.07.2010, 13.02 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Bammel

Aprikosenmarmelade, Himbeermarmelade - manchmal habe ich Angst vor mir selbst.

Außerdem sind meine Lymphknoten am Hals geschwollen und die Gaumenmandeln schaffen - hey, ich will in den Urlaub fliegen! Ich kann jetzt keinen Infekt gebrauchen. Eindspruch! Dagegen!

Tina 10.07.2010, 18.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

man nehme

- einige leicht schrumpelige, ausgesprochen vollreife Aprikosen vierteln, in eine Auflaufform legen
- Griesbrei kochen, mit Vanille und Zimt würzen
- ein Pfund Quark, der endlich mal weg muss, unter den Griesbrei mischen
- Griesbrei-Quark-Masse auf die Aprikosen geben
- aus Eiweiß und etwas zu wenig Zucker (demnächst Zucker kaufen!) eine Baisermasse herstellen und auf der Gries-Quark-Pampe verteilen
- Mandelplättchen als krönenden Abschluss ober drauf geben
- etwa 30 Minuten bei 200°C backen (bis die Baisermasse lecker aussieht)
- am nächsten Morgen essen

Tina 10.07.2010, 08.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

einer DIESER Tage

Es gibt Tage, die sind DIESE Tage - Tage, an denen du am besten nicht aufgestanden wärst, sondern auf "Vorspulen" im Video deines Lebens gedrückt hättest.

Klingt ordentlich dramatisch, oder? Denkt euch ebenso dramatische Hintergrundmusik dazu, das Licht leicht abgedunkelt, die ruhige, tiefe Stimme eines Erzählers aus dem Off.

Tatsache: Vormittags im Labor, ich fange mit einer Aufgabe an, um dich ich mich eine Weile herumdrücke (für Insider: ich habe eine 300 mL Säule gepackt) und fahre schon mal den Rechner für das dazugehörige Gerät hoch. Es kommt eine blöde Fehlermeldung und ich bitte den IT Menschen um Hilfe und er kommt auch sofort vorbei. Er sitzt den ganzen Tag vor dem Rechner, brummelt was von Berechtigungen, tippt, ändert, tut macht - am Ende des Tages funktioniert nichts mehr. Nun ist es nicht so, dass der IT Mensch unfähig wäre, ehrlich ohne ihn sähen wir dumm aus. Tatsache ist, dass unsere Messrechner derart abgesichert, verschlüsselt und verwurstelt sind, dass ein kleines Problem ungeahnte Folgen haben kann. Und das hatte es in diesem Fall.

Nachmittags zuhause: der dicke alte Kater, der vor zwei Wochen für 3 Tage verschwunden war und recht ramponiert, aber unverletzt zurückkam, hat eine große stinkende nässende Wunde an der Kehle. Kater in die Kiste, ab zum Tierarzt. Spannenderweise hat der Kater im Prinzip das gleiche Problem wie der PC: eine kleine Ursache, große Auswirkung. Bei seinem Ausflug hatte er wohl eine Meinungsverschiedenheit mit einem anderen Tier, kleine Bissverletzung an der Kehle, dadurch eine fette Infektion unter dem Fell und gestern eröffnete sich der Spaß.

Als ich mit Schwung die Transportbox auf den Behandlungstisch wuchte - SCHMERZ. Ein Muskel, ein Nerv - irgendwas habe ich mir gezerrt, ausgekugelt, gerissen, gesonstwast. Der Kater bekommt eine Narkose und ich freue mich über das Schmerzmittel, das ich zum Glück dabei habe. Beide warten wir im Wartezimmer auf rosa Elefanten und zwitschernde Vögelchen.

Zuhause beneide ich den Kater, der tief schläft und überlege, wann ich die nächsten Drogen nehmen kann. Siedendheiß fällt mir ein, dass wir nächste Woche in den Urlaub fliegen wollen - und ich habe Rücken!

Der Kater soll laut Tierarzt nach 2 bis 3 Stunden aufwachen. Nach 5 Stunden rüttel ich an dem Tier, das wie tot daliegt und nur sehr flach atmet. Er zuckt mit den Ohren und beginnt dann zu würgen. Zwei weitere Stunden liegt er vor seinem Körbchen und es bedarf eines ziemlich starken Rüttelns, bis er ein Lebenszeichen von sich gibt - ein erneutes Würgen übrigens. Noch eine Stunde später tappert er halbwegs fit durchs Haus, es ist 2 Uhr nachts und ich bin sehr erleichtert, nehme eine weitere Dosis Schmerzmittel und kann halbwegs beruhigt einschlafen.

Heute hat der Kater einen Kater, sieht schrecklich mitgenommen aus, konnte aber trotzdem ein Frühstück zu sich nehmen und liegt jetzt auf der Terrasse. Mein Rücken ist schon deutlich besser, obwohl ich kein Schmerzmittel zum Frühstück hatte.

Trotzig habe ich online Sitzplätze für die beiden Flüge reserviert, was unverschämte 10 Euro pro Reservierung kostet. Nur die Tatsache, dass das die ersten Flüge für die Kinder und mich sein wird, hat mich dazu gebracht die Reservierung trotzdem zu buchen. Fensterplätze VOR den Tragflächen, verkürzter Check in - aber 80 Euro?

Drückt eure Daumen für meinen Rücken - 80 Euro! 80!


Tina 07.07.2010, 09.43 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

bog-roll-victim

Heute erwarb ich Klopapier.

Heute erwarb ich Klopapier aus der WM Edition.

Heute erwarb ich Klopapier aus der WM Edition mit Rasenduft.

Falls ihr euch immer gefragt hat, wer einen solch überflüssigen Mist kauft, hier seid ihr fündig geworden!



Erfolgsmeldung des Tages: 3 von 3 Kindern sind versetzt worden. Ab nächsten Schuljahr besuchen sie die Klassen 6, 7 und 12.



Noch 12 Tage bis Urlaub - sollte hier ein potentieller Reihenmittelhauseinbrecher mitlesen, so beachten sie VOR dem Einbruch, dass das Haus von zwei Katern und zwei Teenagern bewacht wird. Haben siein erster Linie Angst vor dem dicken, alten Kater, der seinen Frust (wir wissen nicht recht was ihn frustet, aber es muss etwas gar schröckliches sein) hinauspinkelt. Am liebsten in Schuhe. Der Kater ist hier im Haus gerade unbeliebter als Westerwelle und Maradonna zusammen. Danke für das Gespräch und sagen sie hinterher nicht, sie seien nicht gewarnt worden.



Neben dem Grasduft-Klopapier erwarb ich auch ein gutes Kilo Bergpfirsiche. Bergpfirsiche sind platte, runde Scheiben und ein gar köstliches Obst. Normale Pfirsiche sind im Vergleich lausige Wasserbeutel. Letztes Jahr habe ich vier Kerne in einen Blumentopf gesetzt und dieses Frühjahr ist aus einem der Kerne tatsächlich ein Bäumchen gewachsen. Mittlerweile steht das Bäumchen in den weitläufigen Parkanlagen - leider noch ohne eigenen Nachwuchs.

Tina 02.07.2010, 14.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL

*räusper*

Eigentlich ist mit Fußball wurscht, aber zu Ehren des italienischen Trainers der Engländer, der den aktuellen Papst ganz toll findet, weil die katholische Kirche dringend mehr von seinen konservativen Äußerungen brauche, habe ich gedichtet:

Loose, Britannia! Britannia, loose the game;
Britons never will forget the shame!


Tina 27.06.2010, 18.03 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Sommer ist toll!

Ich kann Frau Wortdealer (sie mag es, wenn man sie so nennt :-) ) voll und ganz zustimmen: Sommer ist toll!

Heute morgen begann der Tag mit einem Stück Nusshefezopf, der sehr lecker geworden ist. Danach ein Gottesdienst, der richtig gute Laune machte mit anschließendem Kaffee und einem netten Schwätzchen. Etwas später habe ich mein Fahrrad gewaschen, die Kette geölt und es in heldengleichen 16 km in knapp einer Stunde trockengeradelt. Danach Duschen und jetzt liege ich in meinem Bett und überlege, ob ich gleich lese oder ein Schläfchen mache.

Schade nur, dass ich noch zwei Wochen bis zu meinem Urlaub habe - im Labor zu stehen ist bei diesem Wetter unschön. Nun gut, ohne Laborrumgestehe kein Urlaub, schon klar, aber ein klein bisschen Rumjammern gehört dazu.

Sommer ist toll!

Tina 27.06.2010, 14.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Vitamine und Südafrika

Vitamine sind super: ohne genügend Vitamine werden wir siechen und sterben. Und weil Vitamine so wahnsinnig gut für alles sind, vom Lungenkrebs bis zum Haarspliss, gibt es eine viele Milliarden EuroDollar schwere Industrie, die dafür sorgt, dass es uns nie an Vitaminen mangeln möge.

Einer, der seine Produkte besonders agressiv unter die Leute bringt, ist Dr. Rath. Seine Vitaminmischungen heilen Krebs, während die böse Pharmamafia die Patienten absichtlich mit Chemotherapeutika umbringe. Seine Vitaminmischungen heilten AIDS, denn nur pharmamafiagläubige Idioten glaubten, dass ein Virus diese Krankheit auslöse - in Wahrheit sei einzig eine Magelernährung Ursache dieses Übels. Die vielen Menschen, die angeblich an AIDS stürben, seien Opfer antiretroviraler Medikamente der Pharmaindustrie, die als ausführendes Organ eines großangelegten Genozidprogramms am Werke seien.

Übersetzt bedeutet das, dass AIDS und das HI-Virus erfunden wurden, um die Welt von dunkelhäutigen und/oder homosexuellen Menschen zu säubern. Man verabreicht ihnen tödliche Medikamente gegen eine erfundene Krankheit - die ganze Welt schaut dabei zu und nur eine kleine Gruppe mutiger Menschen traut sich, diese grausame Wahrheit auszusprechen. Die AIDS Leugner nämlich.

Eine fast gleiche Theorie gibt es übrigens auch für Krebs. Chemtherapie bringe die Patienten um, Krebs selber sei nicht schlimm. Auch hier ist Dr. Rath wieder groß im Geschäft, die Show, die er vor wenigen Jahren mit einem krebskranken Kind abgezogen hat, lässt mir noch heute den Mageninhalt hochkommen (wen es genauer interessiert: sucht nach Dr. Rath und Dominik F.).

Zurück zu AIDS: Weil also AIDS nicht durch ein Virus ausgelöst werde, sondern Folge einer Mangelernährung sei, müssten folgerichtig Vitaminmischung ganz hervorragend gegen AIDS helfen. Und wie findet man das heraus? Richtig, man macht Studien dazu.

Und was passiert, wenn man in Europa vorschlägt, dass man eine Studie machen möchte, in der AIDS Patienten die antiretroviralen Medikamente absetzen und statt dessen Vitamine oder Placebo bekommen? Die Ethikkomission wird nett lächeln und fragen, ob du noch alle Tassen im Schrank hast (sie werden das netter ausdrücken). Und wie kommt man nun trotzdem zu der gewünschten Studie?

Sehr einfach: man sucht sich ein afrikanisches Land, beschwatzt den Präsidenten und seine Gesundheitsministerin, erzählt ihnen von dem bösen Genozidprogramm als einer Fortsetzung der Apartheit, und stellt sich selber als Vitaminmessias hin, der das Volk retten werde. Das klingt wie ein wirklich schlechtes Filmdrehbuch, aber genau das ist es, was in Südafrika passierte. Es ist die Wahrheit der letzten 10 Jahre mit Dr. Rath als Messias, Thab Mbeki als Mr. President und Manto Tshabalala-Msimang als Gesundheitsministerin. Schauplatz ist das Land Südafrika (bis auf eine kleine Provinz, einem wahren gallischen Dorf) und im Mittelpunkt der Handlung ein Township, in dem Dr. Rath eine Menge AIDS Patienten mit seinen Vitaminen beglückte.

Die Regierung Südafrikas sorgte dafür, dass es für die Bevölkerung keine Möglichkeit gab, an antiretrovirale Medikamente zu gelangen - mit dem Erfolg, dass sie heute, im Jahr 2010, neben der Fußballweltmeisterschaft eine unfassbar hohe Zahl an HIV positiven Menschen in der Bevölkerung haben. Erst in letzter Zeit hat sich das geändert, aber dazu was massiver Druck internationaler Organisationen und Behörden notwendig.

Übrigens sind die Dr. Rath Vitamin-Patienten keineswegs in großen Mengen von AIDS geheilt worden. Wenn man das allerdings öffentlich erwähnt, läuft man Gefahr, umgehend von Dr. Rath verklagt zu werden. Er klagt viel und häufig - nicht erfolgreich, aber finanziell scheint ihn das nicht sehr zu beeinträchtigen.

Einer, der Dr. Rath an den Karren fuhr, ist der Arzt und Journalist Ben Goldacre. Die Gerichtskosten beliefen sich auf schlanke 500.000 britische Pfund, die Dr. Rath an Ben Goldacre und die Zeitung "The Guardian" zurückzahlen muss, nachdem er (Rath nämlich) seine Klage wegen Verleumdung zurückzog.

Hier könnt ihr (so ihr des Englischen mächtig seid) die unfassbare Sache über Vitamnine, AIDS und Südafrika aus Ben Goldacres Sicht nachlesen.

Sollte ich eine deutsche Übersetzung finden, reiche ich sie nach.

Solltet ihr demnächst einmal wieder ein halbes Monatsgehalt in wunderheilerische Vitamincocktails investieren wollen, so seid euch bewusst, wen und was ihr damit unterstützt. Zwar behaupten die Vitaminmixer immer wieder, ihre Allzweckwaffe im Kampf gegen Sichtum und Alterserscheinungen, würde von der Wissenschaft totgeschwiegen - dem ist aber nicht so. Es gibt wissenschaftliche Forschung zu Vitaminen, herausgekommen ist nur nicht das, was die Vitaminverkäufer sich erhofft haben.

Tatsache ist und bleibt, dass eine gesunde, vollwertige Ernährung völlig ausreicht, um seinen Körper mit all den notwendigen Vitaminen zu versorgen (abgesehen vielleicht von Ausnahmen wie Folsäure, bei der es in bestimmten Fällen sinnvoll ist, sie zusätzlich zuzführen). Kein Mensch braucht die völlig überteuerten Vitamincocktails der Nahrungsergänzungsindustrie und der Beweis, dass das Zeug Krebs, Rheuma und Haarspliss heilt oder vorbeugt, steht nach wie vor aus.

Und wieder komme ich zu der Forderung, dass eine Wirkung ersteinmal bewiesen sein sollte, bevor ein Produkt verkauft wird.

Tina 26.06.2010, 08.32 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Anekdoten

Anekdoten sind kein Wirksamkeitsnachweis - das ist in Kurzform eines der Hauptargumente gegen die meisten alternativ ganzheitlichen Therapieformen.

Was bedeutet das?

Stellt euch vor, ihr sitzt in einer gemütlichen Runde zusammen und futtert eine schöne Portion Kartoffelsalat. Nach 5 Minuten wird euch irgendwie sehr merkwürdig im Magen und ihr müsst euch übergeben. Eindeutig: die Ursache war ganz sicher der Kartoffelsalat.

Wissenschaftlich betrachtet sieht die Sache anders aus: wieviele Leute im Raum aßen den gleichen Kartoffelsalat und wie lang war die Schlange an der Toilette? Mussten sich möglicherweise auch Personen aus der Kartoffelsalathassergruppe übergeben?

Auf diese Art werden, grob vereinfacht, Wirksamkeitsnachweise geführt. Was der Einzelne erlebt, oder zu erleben meint, ist ein Teil eines Puzzles, eine Anekdote eben.

Und genau so funktionieren die alternativ ganzheitlichen Geschichten - Anekdoten. Person X hatte gar schreckliche Kopfschmerzen, nahm Mittelchen Y und schon nach einer halben Stunde waren die Kopfschmerzen weg, eindeutig hat Mittelchen Y gewirkt. Es ist geradezu unmöglich Person X davon zu überzeugen, dass das möglicherweise nicht so war.

Das ganze hat sogar einen wissenschaftlichen Namen: selektive Wahrnehmung.

Ein schönes Beispiel dafür ist, wenn man an eine Person denkt, das Telefon klingelt und man genau diese Person an der Strippe hat. Liegt das an einem parapsychologischen Phänomen, oder einfach nur daran, dass man die 5 Millionen anderen Gelegenheiten, in denen man an die Person dachte und sie nicht anrief, einfach nicht bewusst wahrgenommen hat?

Wie findet man nun raus, ob Mittel Y gegen Kopfschmerzen wirkt? In dem es nicht nur Person X bei Kopfschmerzen nimmt, sondern eine möglichst große Anzahl anderer Personen mit Kopfschmerzen auch. Dann kann man die Methode noch verfeinern, in dem die Hälfte der Personen Mittel Y bekommt, die andere Hälfte ein Mittel, das aussieht wie Y, aber ohne den Wirkstoff Y. Im besten Fall wissen die Personen nicht, zu welcher Gruppe sie gehören. Das heißt dann doppelblind placebokontrolliert.

Wenn auch die Person, die die Ergebnisse auswertet, nicht weiß, zu welcher Gruppe die jeweilige Person gehört, dann ist der Nachweis dreifach verblindet und man kann sehr schön sehen, ob Mittel Y nun wirklich gegen Kopfschmerzen hilft oder nicht.

Meiner Meinung nach sollte jede Heilmethode, bevor Patienten damit behandelt werden (und dafür bezahlen!), einen solchen Wirksamkeitsnachweise erbringen. Mich interessiert nicht, ob Mittel Y bei Patienten X geholfen hat - denkt an die Kartoffelsalatsache. Ich möchte wissen, ob Mittel Y mehr hilft, als ein Placebo-Y - wenn dem nicht so ist, kann ich mir Y nämlich sparen und im Zweifel auch eine Menge Geld.

Nun ist es spannenderweise so, dass der Deutschen Lieblingsalternativmedizin, die Homöopathie, in den 200 Jahren ihrer Existenz nie über die Kartoffelsalatanekdoten hinaus ihre Wirksamkeit belegen konnte. Im Gegenteil wurde mehrfach nachgewiesen, dass sie nicht besser wirkt als Placebo. Es ist völlig wurscht, ob man Plutonium C200 oder ein TicTac schluckt, wobei das Geschmackserlebnis bei TicTac erfrischender ist. Das gleiche gilt für Reiki, Bioresonanz, Akupunktur an den vorgeschriebenen Akupunkturpunkten, Schüßler Salzen, einer breiten Palette an Nahrungsergänzungsmitteln und vielem mehr.

Die Hersteller homöopathischer Mittel wehren sich mit Händen und Füßen gegen Wirksamkeitsnachweise und erklären langatmig, warum das nicht möglich sei. Feinstoffliche Energiequanten und ähnliche Dinge werden da ins Feld geführt.

Ich schlage für den Anfang folgenden Test vor, für den man nur 4 Personen braucht:

Ein erfahrener Homöopathieprofi sucht sich zwei homöopathische Mittel ab der Potenz D20 aus (hier ist sichergestellt, dass sich kein Atom der Ursprungslösung mehr enthalten ist), von denen er denkt, dass er sie zweifelsfrei auseinanderhalten kann. Außerdem brauchen wir drei Räume - das sollte einzurichten sein. Person 1 verteilt jeweils die gleiche Menge Globuli in drei Becherchen : 2 Becher mit dem einen Mittel, ein Becher mit dem zweiten Mittel. Die Becher werden mit A, B und C gekennzeichnet und nur Person 1 weiß, in welchem der Becher welches Mittel ist.

Person 2 kommt in den Raum, nimmt die Becher und trägt sie zu Person 3, die nichts anderes tut, als willkürlich zu entscheiden, in welchen zwei Bechern sich das gleiche Mittel befindet. Einfach so, aus der hohlen Hand raus: AB, BC, AC. Man kann diese Person durch die Zufallsfunktion in Excel ersetzen oder einen hellsichtigen Hamster.

Dann bringt Person 2 die Becher zu Person 4, dem Homöopathieguru. Der kann nun mit den Bechern tun und lassen was er für nötig befindet, um die Becher mit dem gleichen Mittel herauszufinden: pendeln, schlucken, die Aura photographieren - was auch immer. Am Ende entscheidet er sich für AB, AC oder BC.

Das ganze wiederholt man so oft wie möglich. Je mehr Versuche, umso deutlicher wird das Ergebnis.

Die Trefferquote von Person 3, oder der Zufallsfunktion von Excel, wird um die 33% betragen (sollte ich an dieser Stelle mathematischen Mist behaupten, korrigiert mich unbedingt!).

Die Trefferquote des Homöopathieprofis sollte deutlich höher sein. Um wieviel höher genau, müsste jemand ausrechnen, der sich mit Statistik besser auskennt als ich.

Man kann dieses Experiment noch aussagekräftiger machen, in dem man zum Beispiel 12 Becher wählt: 4 mit dem einen Mittel, 4 mit dem anderen, 4 mit nackigen Globuli. Je aufwändiger man den Versuch gestaltet, desto komplizierter wird die Auswertung, aber desto genauer wird auch die Aussage.

Aber auch um solch relativ einfach Tests drücken sich die Globulihersteller. Feinstoffliche Energiequanten gegen Zufallsfunktion, wäre ja auch echt doof, wenn das nicht klappte. Hier wäre zwar nicht bewiesen, dass ein homöopathiesches Mittel gegen etwas hilft, aber wenigstens einmal, dass zwei verschiedene Mittel überhaupt zu unterscheiden sind.

Warum nur, frage ich mich, werden bei ganzheitlich alternativen Methoden eigentlich andere Maßstäbe angelegt, als bei bösen Chemiekeulen? Warum muss man bei einer beliebigen chemischen Verbindung nachweisen, ob sie wirkt, was für Nebenwirkungen auftreten und warum ist das bei der gleichen Verbindung, wenn ich sie mehrere hundert Male verdünne nicht mehr notwendig?

Warum beäugen Patienten die teuflischen Chemiekeulen ausgesprochen kritisch, machen sich um Wirkung und Nebenwirkung Gedanken - werfen aber völlig unkritisch ein, was der Heilpraktiker verkauft?

Das ist eine Sache, die ich einfach nicht begreife.

Tina 19.06.2010, 20.36 | (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Heute

Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem ich ausdrücklich betonen möchte, dass die Todesstrafe pervers ist.

Tina 18.06.2010, 12.39 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

vor einem Jahr

Vor einem Jahr um diese Zeit, war es bei uns in der Firma noch recht geruhsam - wir sind gerade verkauft worden und haben ganz langsam, ganz sehr langsam, angefangen die Anlage sehr gemächlich wieder hochzufahren.

Heute liege ich nachts im Bett und vermesse Kristalle - ich träume von meiner Arbeit, ich denke darüber nach, ich schaffe es nicht, nach Hause zu kommen und abzuschalten. Der Tag ist vollgestopft mit Aufgaben und alles ist dringend. Die Aufarbeiter wollen wissen, wie ihre Proben aussehen, die Hochreiniger möchten Bilder ihrer Kristalle haben und zwischendurch muss das ganze drumherum organisiert und dokumentiert sein.

Weil morgen das Wetter wieder kälter sein soll und ich den letzten Sonnentag dieser Woche etwas länger genießen möchte, habe ich nur eine 3/4 Überstunde gemacht - geplant war pünktlich Heim zu gehen - sonst schiebe ich mindestens eine bis zwei Extrastunden am Tag. Zum Glück hat das Chaos ein Ende, wenn der Prozess stabil läuft, von den Zulassungsbehörden abgenickt wurde und all die Sonderproben wegfallen (Sonderprobe - mein persönliches Unwort des Jahres!).

In vier Wochen fliegen wir in den Urlaub, mal sehen wie lange es dauert, bis ich nicht mehr über rhomboedrische Kristalle grüble.

Tina 16.06.2010, 16.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Es werde...

Tina sprach: "Es werde Erdbeermarmelade!" und es ward Erdbeermarmelade.

Von 5 kg Marmelade-Erdbeeren (also etwas älteren Früchten, die ansonsten unverkäuflich wären, weil sie zum Teil schimmeln, auch wenn die Verkäuferin das etwas anders ausdrückte: "Ach ja, da machen wir garkein Geschäft mit, das ruiniert uns quasi...." - wie hieß doch gleich dieser Bauchladenverkäufer bei Terry Pratchett? TreibemichselbstindenRuin?), also von 5kg ruinierenden Erdbeeren zu 11 Euro, blieben knapp 4,5 kg zum Marmelade machen. Netterweise gibt es Erdbeergelierzucker, sodass man sich keinerlei Gedanken um zusätzliches Pektin oder Citronensäure machen muss.

Schnippeln, Zucker ran, Herd an, pürieren, abfüllen, sabbern.

Marmelade und Gelee sind Sachen, da bin ich sehr konservativ - die mache ich selber. Ich habe eine nette Sammlung Twist-of-Deckel-Gläser und rümpfe die Nase über Supermarktmarmeladenkäufer.

Desweiteren könnte ich berichten, dass ich meinen ausgedehnten Parkanlagen einen großen blauen Müllsack voll Grünzeug abrang - der zwar meine Mülltonne komplett ausfüllt, im Beet sieht manaber  praktisch nichts davon. Allerdings hegte ich die Befürchtung, dass wenn ich die Akeleisamen nicht jetzt entsorge, ich im nächsten Jahr außer Akeleien nichts mehr im Garten hätte. 7 verschiedene Sorten Akelei - aber irgendwann ist gut.

Der marokanischen Minze bin ich auf den Leib gerückt und habe große Mengen davon samt Wurzelgeflecht herausgezogen. So richtig weniger wurde sie dennoch nicht. Ich muss eindeutig mehr Mojito zu mir nehmen. Oder anfangen das Zeug zu rauchen. Pfefferminzmarmelade?

Tina 12.06.2010, 14.02 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

lästerlich II

Ich bin aber auch ein altes Schandmaul!

Heute stieß ich über die Bezeichnung "Filsers Briefwexel", das kannte ich nicht, schlug es nach und hatte ein Déjà vu: Was hat es mit Filsers Briefwexel auf sich

Realsatire - ehrlich, auch wenn es womöglich nicht so gemeint war.

PS: ja, einer dieser Blogeinträge, den nicht alle komplett verstehen - aber irgendeinen Filser kennen wir doch letztlich alle.

Tina 11.06.2010, 18.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL

lästerlich

mousewife - Housewife who spends lots of time on the internet

Also ich fand es lustig...

Tina 07.06.2010, 19.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

War ja klar

Zur Wahl für das Amt des Bundespräsidenten stehen also zwei Männer, weil, so war zu hören, zwei Frauen in den höchsten deutschen Ämtern, das ging ja nun mal garnicht.

Schon klar, geht garnicht - hat es andersrum schließlich auch nicht gegeben...

Tina 06.06.2010, 20.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Plan

Der Plan war:

Ausschlafen, im Labor die nötigsten Proben messen, nach spätestens 6 Stunden nach Hause fahren, Terrasse, Mojito, Sonne.

Die Realität ist:

Um 6 Uhr wach gewesen, im Labor nur Chaos, nach über 9 Stunden (plus eine Stunde Mittagspause) entnervt geflüchtet, Protokollschreiberei auf Montag vertagt, auf der Terrasse keine Ruhe gefunden, zu faul zum Eis crushen, müde.

Dafür fand ich daheim geputzte Fenster vor, wir gehen nachher zum Italiener essen und morgen schicke ich die Brut ins Freibad (das ist zumindest der Plan - HA, Pläne...).

Tina 04.06.2010, 17.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL

personaliges

Ich bin sehr dagegen Frau von der Leyen zur Bundespräsidentin zu machen - ganz einfach deshalb, weil ich sie für eine ausgesprochen fähige Politikerin halte und denke, ihre Ideen sind "an der Front" besser von ihr selbst umzusetzen. Diese Frau sollte Macht haben und nicht nur repräsentieren.

Und bedenkt, wer als Arbeitsminister nachfolgen würde, Rüttgers womöglich.

Für eine Margot Käßmann als Bundespräsidentin kann ich mich sehr erwärmen. Wenn ihre alkoholisierte Autofahrt der Würde des Amtes nicht im Weg steht, dann ist sie sicherlich eine sehr geeignete Kandidatin. Und sie Aussicht darauf, wie sie dem ein oder anderen verbal auf die Finger hauen würde, lässt mich lächeln.

Deutschland ein Matriarchat - das hätte was: Merkel, Käßmann, von der Leyen.


Tina 03.06.2010, 08.47 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mist, es ist super

1.) eine endoskopische Untersuchung des Kehlkopfes und des Mageneingangs durch die Nase ist ein Klacks, sagt mein Sohn. Tut nicht weh, geht schnell, kein Problem.

2.) die Magenmanschette von der Operation von vor 5 Jahren sitzt super, der Mageneingang ist soweit unauffällig - null problemo

3.) wären da nicht deutliche Anzeichen von Magensäurereflux: leicht entzündete Speiseröhre, Gase, die aus dem Magen hochsuppen und diese verfluchten Ödeme, die sich überraschend bilden

4.) ein Medikament gegen Magensäurebildung bekommt er bereits in der Höchstdosis, eine erneute Operation könnte helfen, muss aber nicht, wer weiß das schon so genau

5.) die Ärzte in Darmstadt besprechen sich, machen sich Gedanken, an denen wir nächsten Dienstag teilhaben werden, bis dahin übe ich mich in Gedult, weil das kann ich so hervorragend

6.) dennoch habe ich ein höchst diplomatisches Mail verfasst, das ich mir in dieser Form nicht zugetraut hätte (schade, dass man 40 Jahre alt sein muss, um Bundespräsident zu werden)

7.) es gibt bereits deutsche Erdbeeren zu kaufen, direkt aus Feldern in der Nachbarschaft, aber die schmecken nicht - Sonne bitte

8.) der Spargel aus den benachbarten Feldern ist dagegen sehr wohlschmeckend - das Leben ist definitiv zu kurz, um es mit importiertem Spargel zu vergeuden! Zahlt lieber den doppelt- und dreifachen Preis, aber lasst den spanisch/griechischen Supermarktspargel im Regal liegen, um einheimischen zu genießen. Morgens noch in der Erde, Nachmittags im Topf - so und nicht anders.

9.) Ich freu mir ein Loch in den Bauch auf mallorcinische Pfirsiche, Melonen, Orangen, Aprikosen und all das andere Obst und Gemüse!

Tina 01.06.2010, 16.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Lena

Yeah, WIR SIND GRAND PRIX!

Ja, ich hab es gesehen und ja, ich tu das schon seit einigen Jahren. Wenn wir deutschen schon alle 28 Jahre mal gewinnen, dann will ich das doch nicht verpassen! Wobei ich das No Angels Jahr genauso mittendrin abschaltete, wie das Lou Jahr - da wusste ich, es gab nichts zu verpassen.

Das Schönste bei unserem diesjährigen Sieg ist die Tatsache, dass das Druckerzeugnis mit den vier Buchstaben so herrlich in die Röhre schaut. Lena redet nicht mit ihnen - keine privaten, exklusiven Enthüllungsstories (außer, sie denken sich was aus - aber hey, ist das was Neues?), kein Lena in Oslo Tagebuch, nur all das, was alle anderen auch haben.

Zum Wettbewerb selbst: ich mochte die Griechen (OPA!) und Franzosen, obwohl ich es mit Tanzmusik nicht habe, ich mochte das Aprikosenkernlied aus Armenien, den Zyprioten und den Belgier. Den Norweger fand ich nett, das Lied naja, aber die Optik war super. Das Gleiche gilt für den Israeli.

Mich haben die Türken überrascht, die ein wenig wie ein Abklatsch von Tokyo Hotel ausschauten, aber kein bisschen so, wie man sich eine "typische" türkische Band in der eigenen Vorstellung zurechtzimmert.

Ich brauche dringend einen serbischen Pony, eine Windmaschine und sehr viel DramaDramaDrama. All diese jungen, dramatischen, handfuchtlenden, balladensingenden Mädels - weia.

Was fand die Welt so toll am dänischen Beitrag? Der war genauso grottig wie das britische Machwerk. Der irische Damenausstatter gehört in den Knast (ihr wisst schon, dass lila Ungetüm, das unvorteilhafter kaum geschnitten hätte sein können). Sehr beeindruckt haben mich die Barbie-im-Feenland-Kostüme aus Weißrussland - meinten die das ernst? Über Schmetterlinge wurden früher deutlich schönere Lieder gesungen.

Sehr zu meinem Leidwesen verpasste ich den spanischen Flitzer, nach wenigen Takten beschloss ich, nach dem Trockner sehen zu müssen. Zum Glück gibt es Videoportale.



Morgen und übermorgen werden bei meinem Sohn die letzten Untersuchungen gemacht, die Entscheidungshilfe über eine mögliche weitere Operation geben. Ich hoffe, sie behalten ihn nicht gleich da und wir können den Eingriff bis nach dem Urlaub schieben.




Tina 30.05.2010, 08.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Premiere

Heute darf ich zwei Premieren vermelden:

Ich werde zum ersten Mal Düsseldorf besuchen und ich werde zum ersten Mal Eltern persönlich begegnen, deren Kinder auch Magensäurereflux haben.

Eigentlich eine Schande, dass unser Sohn bereits seit 12 Jahren betroffen ist, wir seit 9 Jahren wissen, was er genau hat - ich aber erst jetzt zu einer Selbsthilfegruppe stoße. Tatsache ist aber auch, dass es diese Gruppe, die einzige (!) in Deutschland, erst seit etwa 2 Jahren gibt. Der Kontakt zur Gründerin war zwar von Anfang an da, aber weil es unserem Sohn gut ging, eher locker.

Magensäurereflux bei Kindern nimmt immer mehr zu; ganz langsam spricht sich unter Kinderärzten, Lungenärzten, Magenärzten herum, dass dieses Problem die Ursache einer Menge anderer Probleme sein kann. So ähnlich, wie Herr zu Hausen für seine These, dass Viren Gebärmutterhalkrebs auslösen können, lange Zeit von Kollegen ausgelacht wurde (bis er ihnen mit seinem Nobelpreis zuwinken konnte), werden immernoch Ärzte belächelt, die einen Zusammenhang zwischen Magen- und Lungenproblemen erwähnen.

Wenn es hilft, dann erzähle ich gern vor großem Publikum von unserem Sohn, der ein Paradebeispiel für ein Refluxkind mit Atemwegsproblemen ist. Vor allem deshalb, weil er nicht die klitzekleinste Allergieneigung hat, auf die man seine Beschwerden schieben könnte.

Ich mag mir kaum vorstellen, wieviele Menschen möglicherweise relativ erfolglos auf Asthma behandelt werden, weil die Ursache ein Magensäurereflux ist, der nicht behandelt wird.

Bei Interesse schaut unter Refluxkinder

Tina 15.05.2010, 12.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

bäh

Merke: wenn du beim Mojito den Limettensaft vergisst, dann ist das Ergebnis gar eklig...

Tina 14.05.2010, 20.37 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mojito

* 2 EL brauner Zucker

* 6 Blatt marokkanische Minze, die wie Unkaut im Garten wuchert

* Saft einer Limette

-> im 59 Cent Cocktailglas von IKEA, das jetzt nur noch 29 Cent kostet, mörsern

-> Eiswürfel in einer Plastiktüte mit einer großen Portion Frust und einem Hammer zerkleinern und ins Glas geben

* ein großzügiger Schuss weißer Rum

* etwas Mineralwasser, weils halt dazugehört

-> umrühren, Sonne dazudenken

Tina 11.05.2010, 18.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Das Kind beim Namen nennen

Quinckeödembildung im Bereich der Stimmritzen, wahrscheinlich ausgelöst durch Speisebrei, der teilweise eine halbe Stunde bis zum Kehlkopf hoch in der Speiseröhre steht.

Bedeutet: jederzeit kann es bei unserem Sohn zu mittelprächtig miesen bis überhaupt nicht mehr lustigen Erstickungsanfällen kommen.

In zwei Wochen schaut sich ein Arzt den Kehlkopf, die Speiseröhre und die Manschette von der letzen Operation noch mal an, bei Unklarheiten gibt es eine Gastro- und Bronchoskopie und falls sich der Verdacht auf ein Rezidiv bewahrheitet, den ganzen Spaß mit der Operation am Magen nocheinmal.

Frust - dein Name sei Quinckeödem.

PS: einizg positiver Punkt - mittlerweile müssen wir nicht mehr bis Berlin fahren, sondern können den Spaß in Darmstadt machen lassen. 40 km statt 600 km ist eindeutig ein Vorteil.

Tina 11.05.2010, 18.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Erklärbär

Homöopathie ist so, wie wenn man in Frankfurt einen Autoschlüssel in den Main wirft und in Würzburg versucht, mit dem Mainwasser das Fahrzeug zu starten.

Vince Ebert

Tina 09.05.2010, 10.20 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ich begreife es nicht

Mal angenommen, jemand hält euch eine Flasche mit einer Flüssigkeit unter die Nase und sagt: "Diese geheimnisvolle Spezialmischung aus 100% biologischen Inhaltstoffen wird dafür sorgen, dass dein Auto in Zukunft über die Hälfte weniger Benzin braucht. Schütte dieses Wundermittel einfach zum Motoröl. Das ganze kostet 123,78 Euro!"

Wieviele Leute werden wohl spontan das Geld zücken und den Inhalt der Flasche in ihr Auto füllen? Wieviele werden fragen, was da genau in der Flasche ist? Oder wie das Wundermittel wirken soll? Wieviele werden womöglich lachen, den Kopf schütteln und weitergehen? Ich schätze mal diese Methode Geld zu verdienen, wird eher weniger von Erfolg gekrönt sein.

Nimm aber die gleiche Flasche und behaupte, dass dieses wundervolle Mittel traditionell von den Bajvanockel-Indianern gegen Rheuma, Grippe und zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems angewandt wird und jetzt für nur 123,78 Euro auch in Deutschland zu haben ist.

Ich werde nie verstehen, warum "die Leute" sich jeden möglichen Kram für ihre Gesund- bzw. Krankheit aufschwätzen lassen und dabei recht kritiklos ihren Geldbeutel entleeren. Bioresonanz, Biofeedback, Licht-Luft-Wasser-Energie-Quanten-Feinstofflichkeit, egal wie man en Zauber nennt, die Leute kommengerannt, wenn man nur überzeugend genug ist.

Wirkungsnachweise? Ach egal, richtig alternativ-ganzheitlich ist nur, was sich solcherlei chemisch-physikalischem Gelumps entzieht. Sanftes Naturheilmittel und Signifikanz gehen nicht zusammen.

Tatsache ist, dass die Leute sich über einen Neuwagen deutlich intensiver informieren als über Mittelchen, die der Heilpraktiker verkauft.

Und wenn ich nicht dauernd Lachanfälle bekäme und einen Rest Gewissen hätte, dann würde ich auf Bioenergetiker umsatteln und Chi-Wirbel-Generatoren verkaufen, die auf der feinstofflichen Ebene die Chakren reinigen. Das hilft gegen Allergien, Haarausfall und regt den Darm an. Aber ja doch, fragen sie all meine zufriedenen Kunden! Erhältlich in rosa, grün und violett.

Tina 08.05.2010, 15.59 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Büchereibeute

Heute in der Bücherei erstanden:

Biographie über Elise Meitner (tolle Frau, Physikerin)

Biographie über Marie Curie (tolle Frau, Chemikerin)

Terry Prattchets Nachschlagewerk über Mythen der Scheibenwelt (toller Mann, ein wenig merkwürdig)

Ich finde es ungemein spannend über die Zeit im deutschen Kaiserreich zu lesen, in denen Mann den Frauen zugestand, Universitäten zu besuchen, um dort sehr unweiblich ihr minderbemitteltes Hirn zu benutzen.

Angefangen habe ich mit Clara Immerwahr (Chemikerin), über Hermine Heusler-Edenhuizen (Ärztin), "Die Gehilfin" von Martin Kluger (Henrietta Mahlow ist allerdings eine fiktive Figur), dann der unsägliche ZDF Zweiteiler über Hope Bridges Adams (auch Ärztin) und nun eben Lise Meitner und Marie Curie.

Zusätzlich lieh ich ein Buch über weibliche Nobelpreisträgerinnen - wobei Lise Meitner dort nicht zu finden sein wird, tolle Leistung Herr Hahn. Habt ihr noch einen Namen für mich?

Tina 29.04.2010, 19.34 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

geoutet

Der kleine Kater hatte gestern sein Outing, als er sich von den Nachbarskindern begeistert mit Gras füttern lies. Er ist ein Karnickel gefangen im Körper eines Katers - wir denken über eine Operation nach, bei der ihm Löffel aus dem viel zu langen Schwanz geformt werden.

Tina 25.04.2010, 10.33 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Vulkan und so

Wie sinnvoll ist das Flugverbot?


Ich mag Erklärungen von Wissenschaftlern soviel lieber, als die von Politikern oder Fluggesellschaften!

Tina 21.04.2010, 09.02 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

zum Diktat!

Heute zur Feuerwehrübung marschiert, allein dagewesen - Übung war letzte Woche und dann wieder nächste Woche. Zufällig traf ich gleich 4 Kameraden, die sich über mich halb tot lachten; die waren in zivil, ich in Uniform.

Ich brauche wirklich dringend eine Sekretärin, die meine Termin verwaltet. Oder solch ein elektronisches Teil, das all meine Termine irgendwie telepatisch erfasst und mich erinnert.


Tina 19.04.2010, 20.52 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

selbsterfüllend

Gestern morgen, 5:44 h, ich war gerade im Begriff jetzt aber wirklich aufzustehen, da beschleunigte der Funkwecker (Funkalarmempfänger heißt das Ding korrekt) diese Bemühungen. Ein Wasserrohrbruch, zum Glück außerhalb eines Hauses und somit keine Arbeit für uns. Mein Kollege, Installateur im wahren Leben, frozzelt rum, dass das im Grunde genau der richtige Job für ihn sei - Wasser, Rohre, Wasserrohre - und ich stelle fest, dass ich mit meinem beruflichen Hintergrund in der Feuerwehr eher weniger gefragt bin.

Gestern Nachmittag, ich komme von der Arbeit, mein Mann hält mir die Quäke (Funkalarmempfänger, immernoch!) hin und erklärt, der wäre gerade eben losgegangen, Gasgeruch in einem Haus war die Meldung.

Vor Ort stelle ich recht schnell fest, dass da etwas intensiv riecht, aber Gas war es zum Glück nicht.



Kleiner Exkurs: Gas riecht, hä? Erdgas ist eine prima Sache, solange es da entlang fließt, wo es soll. Tritt Erdgas aus, kann es mit Luft schnell ein explosives Gemisch entwickeln und deshalb haben die Gasversorger dem Gas einen Geruchsstoff beigemischt, der schon in kleinsten Mengen jede gefüllte Kleinkinderwindel in den Schatten stellt. Unser Gasversorger hat mal Karten verteilt, da konnte man drauf rubbeln und eine Geruchsprobe riechen (so ähnlich wie die Parfumproben in Zeitschriften). Versucht an eine solche Geruchsprobe zu kommen, damit ihr den Geruch im Ernstfall erkennt!

Wenn es bei euch nach Gas riecht, dann verlasst sofort das Haus. Ruft von einem Nachbarn aus den Notruf an (112 - nochmal zur Sicherheit). Keinesfalls dürft ihr im Haus bleiben, zum Handy greifen und anrufen - puff, das könnte euer letzter Anruf gewesen sein. Jeder kleinste Funke, jede elektrostatische Aufladung kann ein Erdgas-Luft-Gemisch zum Zünden bringen: Lichtschalter betätigen, die Haustürklingel, Fernseher an- oder ausstellen, den Computer noch schnell runterfahren, telefonieren, Taschenlampe anknipsen, usw.

Gasgeruch ist immer ein Fall für allergrößte Vorsicht!



Also Gasgeruch kam nicht aus dem Haus und ich war wirklich erleichtert. Es roch zwar deutlich "chemisch", aber solcherlei Gerüche kenne ich aus meinen Labor und auch dieser Geruch kam mir in der Tat bekannt vor. Und plötzlich wurde mir klar, dass dieser Einsatz endlich einer war, in dem mir mein Beruf zu Gute kam! Chemikaliengeruch, yipieh!

Es roch lösemittelähnlich, aber nicht so scharf wie ein organisches Lösemittel (also Propanol, Ethanol). Es war definitiv keine Säure, das Brizzeln in der Nase hätte ich auch erkannt. Wir maßen den Sauerstoffgehalt - alles ok. Auch ein explosives Gemisch stellten wir nicht fest. Ein Trupp unter Atemschutz konnte nichts finden und erst nach einiger Zeit fanden wir hinter einem Heizkessel eine Pfütze, die die Ursache des Geruches war. Netterweise stand ein Kanister im gleichen Raum, mit einem Rest Flüssigkeit darin, der nach einer kurzen olfaktorischen Begutachtung (zufächern, schnuppern, weiterreichen) als Übeltäter ermittelt werden konnte.

Die Leitstelle suchte für uns das Sicherheitsdatenblatt für den Stoff heraus, der sich als Propylenglycol herausstellte. Während der anwesende Polizist noch versuchte "Propylenglycol" richtig auszusprechen, war ich schon sehr erleichtert. Propylenglycol ist vielen Kosmetika zugesetzt, vor einigen Jahren haben Weinbauern ihren Wein damit gesüßt (Glykolskandal - vielleicht erinnert ihr euch) und man setzt es eben auch Wärmepumpen von Solaranlagen zu, damit das Wasser darin nicht gefriert oder zu leben beginnt, das war hier der Fall und das System hatte ein Leck.

Im Labor verwende ich einen nahen Verwandten, das Ethylenglycol, für meine Wasserbäder, um Leben im Keim zu ersticken. Ethylenglycol ist im Gegensatz zu Propylenglycol allerdings ekliger, weil schwach giftig und ihr größeren Konzentrationen sogar brandfördernd.

Dieses Propylenglycol war offenbar eingefärbt und mit einem Geruchstoff versehen, denn normalerweise ist es klar und geruchslos.

So war das also, als ich endlich einmal in unserer kleinen Feuerwehr mit meinem bruflichen Hintergrund punkten konnte.

Harmlos, was für ein Glück!

Tina 17.04.2010, 09.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Schnipsel

Dieser Tage ist Frau Merkel bereits 10 Jahre Vorsitzende der CDU. Ich kann sie wirklich gut leiden, mag ihren Humor und die Art, wie sie die Dinge angeht. Bis vor kurzen war eine meiner Aussagen in Bezug auf sie: "Wir brauchen mehr Physiker in der Politik!" - dann musste ich feststellen, dass Herr Lafontain ebenfalls ein solcher ist und den kann ich nun so garnicht leiden. Deshalb konkretisiere ich an dieser Stelle: Wir brauchen mehr Naturwissenschaftler in der Politik - aber nicht jeden.

***

Pünktlich zum Wochenende soll es endlich wieder kühler werden - danke auch. Im Labor brummt es, ich sitze oft da, schaue gequält zum Fenster raus, die einzige Sonne, die ich abbekomme, ist beim Kaffee nach dem Mittagessen und am Wochenende wird es kalt und wolkig?!

***

Unser Sohn ist nun ein Teenager. Er befand, dass ein Teenager dringend ein Girokonto UND einen Geldbeutel für seinen Teenagerreichtum benötige. Beides besitzt er nun und arbeitet nun an Teil zwei seiner Lebensplanung: mit 30 Jahren will er einen Porsche fahren. Das Girokonto, um den Kaufpreis darauf zu bunkern, hat er jedenfalls schon mal.

***

Im aktuellen Feuerwehrmagazin ist ein Bericht über die Gebäudeexplosion bei uns im Ort (letzten Herbst war das). Ich erwarb das Heft käuflich, weil auf Seite 24 ein Photo mit mir darauf abgedruckt ist. Ursprünglich plante ich im Kaufhaus eine Autogrammstunde, der Ansturm hielt sich aber in Grenzen.

***

Mein Garten explodiert. Erstaunlich viele Bäumchen haben den Winter überlebt, lediglich das Johanniskraut starb eines eisigen Todes. Selbst der Sommerflieder, den ich einem Internet-Ratschlag folgend im Herbst großzügig zurückschnitt (tut das nicht!) und den ich schon ausgraben und bestatten wollte, bekam zwei winzig kleine, aber eindeutig grüne Austriebe. Ich gelobe hiermit, den Sommerflieder in Zukunft immer erst im Frühjahr zurückzuschneiden, auch wenn im Internet anderes empfohlen wird (there is someone wrong in the internet!).

***

Am Dienstag kam ein 360° Panorama Bildband von Mallorca ins Haus und nun können wir es kaum noch erwarten, die Panoramen in der Realität zu begutachten. Vor dem Rathaus in Plama steht ein uralter, sehr knorziger Olivenbaum - den will ich dringend sehen! 3 Monate noch.

Tina 09.04.2010, 20.24 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3

Suche
Es wird in allen
Einträgen gesucht.
Gewichtige Gedanken
Letzte Kommentare
das Miest:
Klingt nach toller Erholung. Grüß die Frau KK
...mehr

Daniela:
Phoenix, Arizona 46 GradGerade noch mal Glück
...mehr

pünktchen:
Die Erde ist eine Scheibe und als ich mich ne
...mehr

Froschkäferprinzessin:
Du gönnst dem armen Dr. Rath aber auch garnix
...mehr

Froschkäferprinzessin:
Du hast wohl keine guten Erfahrungen mit der
...mehr